Bestimmt kennst du diese Situation: Du hast eine tolle Idee für einen Beitrag, du schreibst und schreibst und schreibst, aber dein Text will einfach nicht rund werden! Jeder Satz quält sich aus deinem Hirn heraus und am Ende ist dein Text … einfach nicht gut.
Voilá: Schreibblockade trifft Strukturschwierigkeiten.
Dabei gibt es ein paar einfache Tricks, die deinen Content so gut machen, dass er im wahrsten Sinne des Wortes durch die Decke geht!
Früher habe ich ganz oft einfach drauf los geschrieben. Vor allem, wenn ich von einem Event kam und so schnell wie möglich den Bericht dazu veröffentlichen wollte, habe ich ohne Plan einfach losgelegt. Der Beitrag strukturierte sich von allein, weil ich über die Reihenfolge der Ereignisse schrieb. Das Erlebte war noch so frisch und lebendig, dass ich in einer lebendigen Sprache erzählen konnte.
Den meisten Themen, Beiträgen und Texten liegt aber kein Event zugrunde. Das Erstellen des Contents wird zum echten Handwerk, das einem gerne die Nerven rauben kann. Das geht den meisten Schreibern und Bloggern hin und wieder so.
Nur mit Übung wirst du besser. Garantiert!
Überlege, was du mit deinem Text erreichen willst. Möchtest du informieren oder inspirieren? Eine persönliche Geschichte erzählen? Wozu?
Möchtest du deinen Leser bei einem speziellen Problem unterstützen, ihn von A nach B bringen? Dann ist dein Ziel, deine Expertise zu zeigen oder von Google gefunden zu werden.
Möchtest du, dass sich dein Leser für deinen Newsletter anmeldet, für ein „Freebie“ einträgt oder dein Angebot bucht? Dann lautet dein Ziel „Conversion“.
Nur wenn du selbst das Ziel deines Textes kennst, kannst du überzeugenden Content erstellen, den deine Zielgruppe gerne liest.
Andersherum: Wenn du kein Ziel für deinen Text hast, wird er für deine Zielgruppe nicht relevant sein.
Schreibe dein Ziel auf und überprüfe beim Schreiben regelmäßig, ob du noch nahe an deinem Ziel bist!
Und wenn du merkst, dass du von deinem Ziel abweichst: Speicher dir grandiose Formulierungen ab, denn die kannst du vielleicht in einem anderen Beitrag verwenden.
Es klingt so einfach: Sag deinen Lesern, was sie mit deinem Text oder Beitrag erhalten und warum sie ihn lesen müssen. Liefere deinen Lesern in der Überschrift und in der Einleitung selbst den Grund, auf den „Weiterlesen“-Link zu klicken.
Zeige den Nutzen deines Contents.
Aber: Mache hier keine Versprechungen, die du am Ende nicht halten kannst!
Klingt dein Text wie von Uschi vom Amt?
Herzlichen Glückwunsch. Du wolltest einen hochwertigen Text schreiben und bist voll in die Nominalstil-Falle gegangen.
Wahrscheinlich liest du sehr viele Wörter mit Endungen wie
Das passiert immer dann, wenn dir dein Text wirklich wichtig ist und du hier möglichst „seriös“ klingen willst.
Aber schau mal nach: Würdest du jemals so sprechen?
Wenn du jetzt feste den Kopf schüttelst: Mach dir „Schreib so, wie du sprichst“ zu deinem Mantra. Und wenn dir das Schreiben schwer fällt: Schnapp dir dein Smartphone und quatsch dir deinen Text als Sprachnachricht an dich selbst mal rein.
Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das haben wir alle in der Schule gelernt. Erinnerst du dich?
Doch online gelten andere Regeln. Zerleg deinen Text in Häppchen, die leicht zu scannen sind.
Ohne eine gute Struktur kann sich dein Inhalt nicht entfalten, dein Content wird deine Leser verwirren, überfordern oder sogar verärgern.
Aber: Beim Schreiben musst du nicht mit dem ersten Satz beginnen. Starte mitten drin. Schreib dann weiter. Und dann findest du deinen Anfang, deine Einleitung, deinen ersten Satz von allein.
Am Schluss puzzelst du deinen Text dann so zusammen, dass er rund wird.
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Führe deine Leser mit einem Beispiel oder einer persönlichen Geschichte an den Inhalt heran. Menschen lieben persönliche Geschichten und bleiben so eher am Ball, als wenn du ihnen direkt Daten und Fakten präsentierst. Und dann schwenkst du über zu deinem eigentlichen Thema.
Hat dein Beitrag mehrere Unterpunkte, kannst du immer wieder auf dein Beispiel oder deine Geschichte vom Anfang hinweisen. So bleibt der Spannungsbogen erhalten und die Leser lernen dich noch besser kennen.
Jetzt kommt die Kür: Formuliere zu jedem neuen Unterpunkt Überschriften und füge in deine Absätze Zwischenüberschriften ein. Das können wieder persönliche Aussagen sein, die im nächsten Abschnitt aufgegriffen werden.
Es gibt diese Tage, da kommt kein vernünftiger Satz aus dir heraus? Das ist völlig normal und geht selbst professionellen Schreibern und Bestsellerautoren so.
Um gut zu schreiben, braucht es mehr als ein Zeitfenster, in dem du dir vornimmst, „mal eben“ einen Text zu schreiben, einen Post zu verfassen, eine Werbeanzeige zu texten.
Beobachte dich selbst:
Eher morgens noch vor dem ersten Kaffee, am Nachmittag, wenn die wichtigsten Aufgaben erledigt sind. Oder kommst du abends in den Flow, wenn du Ruhe hast und sich dein Beitrag schon den ganzen Tag in deinem Hinterkopf breit gemacht und fast von allein formuliert hat?
Bei mir läuft es übrigens am besten, wenn ich richtig Zeitdruck habe.
Wenn meine Ads-Expertin auf die Texte für die Werbeanzeigen wartet und ich noch denke, das bekomme ich niemals rund.
Oder wenn die Landingpage einer Kundin jetzt endlich online gehen muss, damit die Anmeldung zu ihrem neuen Lead Magneten starten kann.
Denn dann habe ich überhaupt keine Zeit für Perfektionismus und haue voller Fokus in die Tasten.
Du musst natürlich nicht auch bis auf den letzten Drücker warten.
Wenn du dich mit deinem Content quälst oder emotionslos ans Werk gehst, kann dein Beitrag nicht großartig werden. Die Leser merken, dass hier dein Herzblut fehlt, deine Leidenschaft ganz woanders unterwegs war. Denn dann wird auch dein Content gequält und emotionslos daher kommt.
Lass deinen Text über Nacht liegen. Am nächsten Tag siehst du viel klarer, was deinem Text fehlt. Und ein Satz, den du dir am Vortag noch hart aus dem Hirn gequält hast, fließt heute ganz locker heraus.
Rechtschreibfehler passieren natürlich. Auch kommt es vor, dass man so viel zu sagen hat und voll in die berühmte Falle der Schachtelsätze tappt oder Textteile verschiebt, Wörter einfügt, andere löscht und zurück bleiben krumme Sätze, die keinen Sinn mehr ergeben.
Bevor du also deinen Text veröffentlichst, solltest du ihn aufmerksam durchlesen.
Besser noch: Lies deinen Text laut vor. Dir selbst oder einem interessierten Zuhörer. So kannst du kaputte Sätze schnell identifizieren.
Achte auf Betonungen, die du in den Text gebracht hast und prüfe, ob sie vorgelesen auch ihre Wirkung entfalten.
Schaue auch, ob du bestimmte Füllwörter nicht allzu oft verwendet hast oder mehrere Sätze mit demselben Wort oder derselben Phrase beginnen. Unsinnige Füllwörter streichst du konsequent.
Korrigiere alle Rechtschreibfehler (auch wenn du später in einem schon veröffentlichen Text noch einen findest) und achte auf die Satzzeichen.
Wenn alles okay ist und du rundum zufrieden mit deinem Content bist, gehört er endlich veröffentlicht!
Diese Schreib-Tricks sind ein Anfang, deinen Content strategisch aufzubauen, dich weiter zu verbessern und immer wieder selbst zu prüfen.
Die 7 Schreib-Tipps noch einmal zusammengefasst:
Fang an zu schreiben. Egal ob per Hand oder am Computer. Schreib einfach über irgendwas, z. B. was du beim Blick aus dem Fenster siehst. Oder beschreibe die Situation, als du zuletzt Tränen gelacht hast.
Sobald du beginnst du schreiben, vergeht die gefürchtete Schreibblockade und du schwenkst zu dem Thema um, über das du eigentlich schreiben wolltest.
Wenn deine Texte steif klingen, nach Behördendeutsch, schalte den Erzählmodus ein. Nutze mehr Verben und kürze deine Sätze. Verabschiede dich außerdem von dem Gedanken, dass dein Text „seriös“ klingen muss. Und dann schreib so, wie du im echten Leben sprichst.
Bei Schachtelsätzen hilft nur: Mach mal einen Punkt. Und zwar nach jedem einzelnen Gedanken. Das gelingt dir am besten, wenn du deine Sätze auf maximal 12 Wörter beschränkst.
Lies dir deinen endlosen Schachtelsatz einmal laut vor. Nach der ersten Aussage machst du einen Punkt. Mach aus jedem Nebensatz einen weiteren eigenständigen Satz. Erlaube dir nur ein Komma pro Satz.
Über die Autorin:
Silke König, M.A.
Silke König ist Webdesignerin, Online-Redakteurin und Business-Mentorin. Ihren ersten Artikel im Netz hat sie vor über 24 Jahren veröffentlicht, seit 2008 arbeitet sie mit WordPress. Heute unterstützt sie Selbständige und Unternehmerinnen dabei, online bei ihrer Zielgruppe sichtbar zu werden.
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